Basierend auf der veröffentlichten Studie von aidentical: „KI-Avatar-Studie 2025 – Videokommunikation und Videomarketing im Wandel“
Hintergrund und Ziel der Studie
Die „KI-Avatar-Studie 2025“ von aidentical untersucht das Akzeptanzverhalten, die Einsatzpotenziale und Herausforderungen von KI-generierten Avataren in der Videokommunikation und im Videomarketing im deutschsprachigen Raum. Befragt wurden über 804 Entscheider:innen, Marketingverantwortliche sowie Fachkräfte aus unterschiedlichen Branchen, mit besonderem Fokus auf DACH-Unternehmen.
Die Studie gibt Aufschluss darüber, wie Organisationen heute und in Zukunft auf KI-Avatare setzen, welche Ziele verfolgt werden, welche Hürden bestehen und welche strategische Bedeutung diesem Technologiefeld zugewiesen wird.
Zentrale Erkenntnisse der Studie
1. Status Quo: KI-Avatare sind angekommen, aber nicht Mainstream
- 14% der befragten Unternehmen nutzen bereits KI-Avatare in Kommunikation oder Marketing.
- Weitere 38% stehen kurz vor der Einführung oder testen die Technologie.
- Fast jeder zweite Befragte sieht grundsätzlich ein Potenzial – aktuell dominieren jedoch klassische Videoformate.
2. Anwendungsfelder
- Wichtigste Einsatzgebiete sind:
- Erklärvideos / Tutorials (58%)
- Produktpräsentationen (52%)
- Schulungen und E-Learning (47%)
- Weitere Anwendungsfelder sind personalisierte Ansprachen, interne Kommunikation und automatisierte Videoantworten.
3. Ziele und Motive
- Hauptmotivation: Effizienzsteigerung und Kostenreduktion in der Video-Produktion.
- Zeitvorteile, Internationalisierung (u.a. über Übersetzung) und Markenwirkung werden ebenfalls als Treiber gesehen.
- Personalisierung durch KI-Avatare wird als strategischer Differenzierungsfaktor eingeschätzt.
4. Akzeptanz und Hürden
- Die Hälfte der Befragten stuft die Zuschauerakzeptanz als mittel bis hoch ein – v.a. in contextuel passenden Use Cases wie E-Learning.
- Größte Hemmnisse:
- Sorge um Künstlichkeit/Authentizität („Uncanny Valley“-Effekt).
- Datenschutz/Compliance (besonders für sensible oder öffentliche Organisationen).
- Mangel an Qualitätssicherung und fehlender Best Practices.
- Mehrheit sieht positiven Schub durch steigende Qualität und bessere Steuerbarkeit der KI-Tools.
5. Zukunftserwartungen und strategische Implikationen
- Über 70% erwarten, dass KI-Avatare mittelfristig Standardtool für wiederkehrende Videoformate werden.
- Für 42% sind KI-Avatare strategisch relevant für die Markenmodernisierung und zur Kommunikation von Innovation.
- Unternehmensgrößen unterscheiden sich: Konzerne mit größerer technischer Reife setzen schneller ein, Mittelstand ist innovationsaffin, aber langsam in der Adoption.
6. Handlungsfelder und Empfehlungen
- Early Adopter profitieren von Effizienzvorteilen und Innovationsimage.
- Notwendigkeit: Entwicklung interner Guidelines (z. B. Corporate-, Datenschutz-, Authentizitäts-Standards).
- Integration mit bestehenden Kommunikationsplattformen und Content-Workflows wird als erfolgskritisch eingeschätzt.
Implikationen für Unternehmenskommunikation und Marketing
Technologischer Wandel eröffnet neue Möglichkeiten
Die Studie zeigt eindeutig: KI-basierte Avatare werden zum festen Bestandteil digitaler Kommunikation. Insbesondere für Unternehmen in regulierten oder komplexen Branchen entstehen Effizienzgewinne, neue Möglichkeiten des Wissenstransfers und international skalierbare Videoformate.
Herausforderungen erfordern strategische Einbettung
Wesentliche Herausforderung bleibt die Akzeptanz. Unternehmen müssen Authentizität und Markenpassung sicherstellen – durch bewusste Gestaltung, Qualitätssicherung und interne wie externe Kommunikation ihrer KI-Richtlinien. Datenschutz bleibt zentral, vor allem beim Einsatz in kunden- und öffentlichkeitswirksamen Kontexten.
Handlungsempfehlungen
- Identifikation sinnvoller Pilotanwendungen und gezielte Tests, beispielsweise in E-Learning oder Produktkommunikation.
- Aufbau interner Kompetenz, um Technologiewahl, Content-Produktion und Qualitätsmanagement zu steuern.
- Entwicklung von Leitlinien für Transparenz und Markensicherheit beim Einsatz von KI-Avataren.
Fazit
KI-Avatare sind auf dem Weg vom Innovations- zum Effizienz- und Differenzierungsinstrument – Unternehmen, die frühzeitig Expertise, Guidelines und Use Cases aufbauen, verschaffen sich Vorteile in Geschwindigkeit und Wahrnehmung. Die Herausforderung liegt in der souveränen Steuerung des technologischen wie gesellschaftlichen Wandels.
Weitere Informationen:
Ausführliche Details und die gesamte Studie: KI-Avatar-Studie 2025 bei aidentical

